Warum es keine Preisliste gibt
Ein Keynote-Honorar ist kein Stundensatz. Bezahlt wird nicht die Zeit auf der Bühne, sondern die Jahre davor: Erfahrung, Fallbeispiele, Dramaturgie und die Fähigkeit, ein Publikum in 60 Minuten zu bewegen. Dazu kommt der Aufwand, der unsichtbar bleibt — Briefing, Recherche, Anpassung der Inhalte, Anreise.
Die sechs Faktoren, die den Preis bestimmen
- Bekanntheit: Prominenz erzeugt Anmeldungen — und schlägt sich direkt im Honorar nieder.
- Individualisierung: Ein angepasster Vortrag kostet Vorbereitungszeit, wirkt aber deutlich stärker.
- Dauer und Format: Impuls, Keynote oder Halbtages-Workshop unterscheiden sich erheblich im Aufwand.
- Termin und Ort: Anreise, Übernachtung und Wochenendtermine fließen mit ein.
- Exklusivität: Verzichtet der Speaker auf Auftritte beim Wettbewerb, hat das seinen Preis.
- Zusatzleistungen: Moderation, Workshop am Folgetag, Videomitschnitt oder Social-Media-Content.
Grobe Orientierung im deutschsprachigen Raum
Einsteiger und Fachreferenten bewegen sich meist im unteren vierstelligen Bereich. Erfahrene Corporate Speaker mit Praxishintergrund liegen im mittleren bis oberen vierstelligen Bereich. Prominente aus Sport, Politik oder Medien beginnen häufig fünfstellig. Diese Spannen sind Anhaltspunkte, keine Regel — entscheidend bleibt, was der Vortrag bewirken soll.
Die Rechnung, die Veranstalter selten machen
Sitzen 300 Menschen 60 Minuten im Saal, bindet der Vortrag 300 Stunden Arbeitszeit. Gemessen daran ist die Frage nicht, ob ein Speaker 3.000 oder 8.000 Euro kostet — sondern ob er diese 300 Stunden rechtfertigt. Ein günstiger Vortrag, der am Publikum vorbeigeht, ist die teurere Entscheidung.
Woran du ein faires Angebot erkennst
- Das Honorar wird klar benannt, nicht erst nach mehreren Nachfragen.
- Es ist transparent, was enthalten ist — Briefing, Anpassung, Reisekosten.
- Es gibt eine schriftliche Vereinbarung mit Stornoregelung.
- Der Speaker fragt nach eurem Ziel, bevor er über Geld spricht.
Wer beim Erstgespräch zuerst nach Publikum und Anlass fragt und erst danach über das Honorar spricht, arbeitet in der richtigen Reihenfolge.


